vom 06.-08.06.2014 in Konstanz

Bericht von Imke Polland
Im Juni 2014 fand erstmalig ein Indien Speeddating Workshop zur Vor- und Nachbereitung des Indienaufenthalts mit Alumni und Outgoings statt. Der Workshop mit insgesamt 30 Teilnehmern konnte unter der Leitung der Alumnae Susanne Ebner und Imke Polland in Konstanz realisiert werden.

Das Programm

Freitag: 06.06.2014

Der erste Abend stand ganz im Zeichen des Kennenlernens. Wir nahmen die Workshop-TeilnehmerInnen in der Konstanzer Jugendherberge in Empfang und begannen das Workshop-Wochenende mit einem gemeinsamen Abendessen in einem Restaurant in der Konstanzer Altstadt. Hier hatten die StipendiatInnen die Möglichkeit, sich in lockerer Runde auszutauschen und „das Eis zu brechen“.

Samstag: 07.06.2014

An diesem Tag stand der Austausch der StipendiatInnen im Vordergrund. Nach der Begrüßung aller Teilnehmer, starteten wir also direkt in die erste Speeddating-Runde.

Speeddating Runde 1:

In einem Zeitfenster von 90 Minuten saßen sich Alumni und Outgoings in 15 Zweiergruppen gegenüber. Insgesamt hatten wir drei Oberthemen vorgegeben, an denen sich die Gespräche eingangs orientieren konnten Die Themenvorschläge waren: Körper, Leben und Wissen. Zu jedem Komplex gab es vier Gesprächsrunden á sieben Minuten, in denen die Outgoings individuelle Impressionen und Meinungen der Alumni erfragen konnten.

Die Gruppenphase:

Im Anschluss an diese face-to-face Gespräche folgte eine Gruppenphase, um eine andere Gesprächsdynamik anzuregen. Die Teilnehmer wurden in Gruppen zu folgenden Themen eingeteilt:

  • Region/Aufenthaltsort
  • wissenschaftliche Sektionen
  • Konzepte von Männlichkeit und Weiblichkeit in Indien

Hierbei haben wir darauf geachtet, ein ausgewogenes und abwechslungsreiches Verhältnis zwischen Alumni, Outgoings und Geschlechtern herzustellen. Während der jeweiligen 15 Minuten wurden angeregte Diskussionen in den Gruppen geführt. Die Ergebnisse hielten die Teilnehmer wiederum auf von uns ausgeteilten Mindmaps fest.

Der Vortrag:

Am Nachmittag hörten wir einen einstündigen Vortrag von Prof. Dr. Lang-Wojtasik, Pädagogische Hochschule Weingarten, zu dem Thema:

„New Passage to India – Interkulturelle und glokale Orientierungskompetenz durch ein Studium auf dem Subkontinent.“

Anschließend wurde angeregt diskutiert. Nun konnten die bisher angeschnitten Erfahrungen in großer Runde thematisiert werden. Dabei ergab sich ein produktiver interdisziplinärer Austausch. Abschließend evaluierten die Alumni und Outgoings in separaten Gruppen die Veranstaltung und ließen den Workshop-Tag noch einmal Revue passieren.

Sonntag, 08.06.2014

Den Sonntag begannen wir unter dem Motto „Initiativen für Indien“. Purscha Bapat, langjähriger Vorsitzende und Mitglied der Deutsch-Indischen Gesellschaft Bodensee e.V., stellte die Arbeit des Vereins vor und konnte als immigrierter Inder Perspektiven auf den deutsch-indischen Kulturdialog eröffnen.

Dieser bereits lange etablierten Initiative stellten wir den neu gegründeten Alumni-Verein „DAAD IndiAlumni Netzwerk“ gegenüber. Vorgestellt wurde dieser vom Vorstands- und Gründungsmitglied Ingo Dullweber. Im Anschluss daran begaben wir uns bei einer historischen Stadtführung auf die Spuren der Vergangenheit in der Konstanzer Gegenwart.

Die Ergebnisse

Das Format des Speeddatings hat sich als ideal erwiesen, um der – angesichts der Individualität der Indienerfahrung – scheinbaren Unmöglichkeit einer Vorbereitung auf einen Auslandsaufenthalt in Indien entgegenzuwirken. Möglichst viele Eindrücke und Erfahrungen der Alumni wurden an diesem Workshop-Wochenende mit den Outgoings geteilt.

Die Evaluation des Workshops durch die Teilnehmer hat ergeben, dass besonders das Expertenwissen und die Indienkompetenz der Alumni von den Outgoings als sehr hilfreich empfunden wurden. Die Vernetzung und das Zugehörigkeitsgefühl zur DAAD Stipendiatenschaft wurden mehrfach als gewinnbringend hervorgehoben. Einige der Outgoings besuchten sich sogar gegenseitig während ihres Indienaufenthalts. Die Alumni bestätigten uns in der Vorannahme, dass sie im Rahmen des Workshops ihren Indienaufenthalt mit anderen Augen sehen und reflektieren konnten.